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Elektomagnetische Skalarwellen im Kreuzfeuer der
Kritik
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In einer dreiteiligen Serie brachte
CO’MED - das Fachmagazin für Complementär-Medizin
(www.comedverlag.de/) kritische Beiträge von Hermann Grösser
über die Meylschen Skalarwellen. Titel:
Elektomagnetische Skalarwellen im
Kreuzfeuer der Kritik
- Meylisten in der Bredouille?
(Teil 1), CO’MED 12/02 - Irrweg oder neue Wellenphysik?
(Teil 2), CO’MED 01/03 - Schlussbetrachtungen (Teil 3),
CO’MED 04/03
Im Rahmen dieser Serie sollte auch ein
Interview mit Prof. Dr. Ing. Konstantin Meyl stattfinden. Die
Fragen mussten jedoch schriftlich übermittelt werden, da ein
Life-Interview mit Tonbandaufzeichnung von Prof. Meyl
abgelehnt wurde.
Das Interview erschien in CO’MED 01/03
und ist auch auf der Website von Prof. Meyl veröffentlicht
(http://www.k-meyl.de/de/Presse/ueber_meyl/Comed_Skalarwellen.pdf),
nicht veröffentlicht dagegen ist dort die nachstehende Replik
von Hermann Grösser aus CO’MED 02/03, Seite 4ff.
Replik:
Es ist sicher keine alltägliche
Situation, wenn sich Personen aus verschiedenen Bereichen der
Wissenschaft in einem komplementärmedizinischen Magazin zu
Wort melden, ihnen sei an dieser Stelle für Ihre Beiträge und
Hinweise gedankt. Gleiches gilt für die Redaktion von CO‘MED,
die bereit war, das Skalarwellenthema aus verschiedenen
Perspektiven beleuchten zu lassen. Es liegt mir fern, durch
meine Artikel eine Kontroverse aufzubauen, diese entstand in
Deutschland spätestens seit der Widerlegung der Meylschen
Theorien durch die bereits genannten Institutionen und
Personen; in den USA ist sie schon viel älter. Was spricht
denn dagegen, die andere Seite zu Wort kommen zu lassen? Wer
hat denn da was zu befürchten? Die oft zitierte lateinische
Spruchweisheit „Audiatur et altera pars“ (auch die andere
Partei soll gehört werden) hat doch wohl auch im Bereich der
Medizin ihre Berechtigung. Bei diesem umstrittenen Thema geht
es in erster Linie um „Information mit Fakten“, um
Informationen für die Leserinnen und Leser von CO‘MED zur
eigenen Meinungsbildung. Hier sollte man für jeden Hinweis auf
gegenteilige Meinung bzw. weiterführende Links dankbar
sein. Nun könnte man annehmen, dass dadurch doch einige zum
Nachdenken und vor allem zum Überprüfen des Sachverhaltes
(soweit dies dem Einzelnen überhaupt möglich ist) angeregt
wurden. Doch weit gefehlt, will man sich an den bisher
eingegangen Leserbriefen orientieren. Mit messianischem Eifer
werden da die Meylschen Skalarwellen ohne
naturwissenschaftlich gesicherte Fakten verteidigt. Selbst die
Funktionsweise von Bioresonanz und anderen in der
Alternativmedizin eingeführten Verfahren soll nun damit
erklärt werden. Warum eigentlich, erhofft man sich damit eine
Anerkennung seitens offizieller Stellen? Mir scheint eher das
Gegenteil der Fall zu sein, sollten die sensationell
aufgemachten Berichte, wie sie unter Berufung auf Tom Bearden
im Internet zu finden sind, bei uns ernst genommen werden.
Beispiel: „Scalar Wars - The Brave New World of Scalar
electromagnetics“
Inzwischen liegen die Antworten von Herrn
Prof. Meyl zu meinen Fragen vor (CO‘MED 1-03). Inwieweit sie
den Kern der Sache treffen oder die gestellten Fragen sogar
eindeutig und klar von ihm beantwortet werden, sollen die
Leserinnen und Leser selbst beurteilen. Ich persönlich hätte
allerdings mehr Fakten statt Trivialität erwartet. Zu
einigen Bemerkungen möchte ich jedoch trotzdem Stellung
nehmen. Prof. Meyl schreibt, dass der anscheinend von mir
geprägte Begriff „elektromagnetische Skalarwellen“ falsch sei
und begründet dies auch entsprechend. Leider kann ich dem
nicht zustimmen, denn laut seiner formulierten Theorie treten
elektrische und magnetische Wellen immer zusammen auf. Hinzu
kommt, dass es auch noch andere skalare Wellen gibt, so dass
der Begriff „elektromagnetisch“ sogar notwendig ist. Ebenso
wurde der Begriff bereits vorher an anderer Stelle und von
anderen Personen eingesetzt, so z.B. von Eckert in „Skalare
Wellen in Zahnmedizin und Medizin“ oder von Prof. Bruhn in
seinem Beitrag „Gibt es elektromagnetische Skalarwellen?“.
Des weiteren sind in Verbindung mit Skalarwellen eine Reihe
anderer Begriffe gebräuchlich, die alle das Gleiche ausdrücken
wollen, so z.B. elektromagnetische Vektorpotentiale,
longitudinale elektromagnetische Wellen, elektromagnetische
Wirbelstrukturen. Ein Blick ins Internet reicht, um umfassend
informiert zu sein.
Tom Bearden, Skalarwellenexperte in den
USA, spricht von longitudinal scalar waves, aber auch von
scalar electromagnetics und beansprucht sogar, der Urheber
dieses Begriffes zu sein, siehe dazu: What is „Scalar Electromagnetics“?. Was soll
also der Hinweis von Prof. Meyl, ich müsste mich vorher
intensiv mit der Thematik beschäftigen, und zuerst die
Begrifflichkeit klären, bevor ich mich öffentlich äußere? Dies
ist doch eine bewusste Verdrehung der Fakten!
Was nun die in Prof. Meyls Artikel
gemachte Bitte an Skalarwelleninteressierte betrifft, die
Experimente (bei denen keine exakten Messungen vorgesehen
sind) selbst nachzuvollziehen, so nehme ich an, dass es sich
dabei um eine Aufforderung handelt, sein Experimentier-Set zu
kaufen. Gemäß Dr. rer. nat. habil. Klaus Keck (Uni Konstanz),
handelt es sich bei diesem Set jedoch keineswegs um einen
historischen Nachbau der Tesla‘schen Anlage, sondern um nichts
anderes als eine „Vermarktung von Pseudowissen“.
Vielleicht wäre es sinnvoll, vor dem Kauf diese Homepage
zu konsultieren.
Das Thema Skalarwellen wird auch
weiterhin für genügend Gesprächsstoff sorgen. Bleibt zu
hoffen, dass sich von den vielen Institutionen im In- und
Ausland, die angeblich den Experimentierkoffer kauften,
demnächst auch einige zu Wort melden. Ebenfalls wäre es
begrüßenswert, wenn diejenigen Mathematiker, die die Meylschen
Theorien bestätigten, nun endlich ins Rampenlicht der
Öffentlichkeit treten würden. Gleiches gilt natürlich auch für
die Verfasser von Leserbriefen, die bereits nach Erscheinen
von Teil eins meines Artikels sich zu Wort meldeten und mit
vehementer Kritik nicht zurückhaltend waren. Ich wäre diesen
Personen und anderen Kritikern, die sich noch manifestieren
möchten, sehr dankbar, wenn Sie mir mitteilen könnten, womit
nach ihrer Meinung Prof. Meyl die Existenz der von ihm
postulierten longitudinalen Wellen zweifelsfrei bewiesen
hat.
Hermann Grösser
Links:
Stellungnahme zu Äußerungen des Herrn Meyl in
CO'MED 01/03
Die Meinung der Fachhochschule Furtwangen
Die Meyl'schen Skalarwellen
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